Avatar: Ariana Grande
Name: Summer Scuderi
Alter: 26
Beruf: Incluencer / Sängerin
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Online Verhaltentäglich
This is MeSummer „Sunny“ Scuderi wurde an einem ungewöhnlich warmen Spätsommertag geboren. Die Sonne stand hoch am Himmel und tauchte alles in ein goldenes Licht. Jahre später erzählte ihre Mutter Lucia noch immer lächelnd, dass sie in genau diesem Moment wusste, wie ihre jüngste Tochter heißen würde: Summer.
Ihr Vater Paul hielt das kleine Mädchen vorsichtig in den Armen. Im Gegensatz zur Geburt ihres Sohnes Riccardo war er deutlich gelassener geworden. Die Erfahrung hatte ihm die Unsicherheit genommen, doch das Glück war kein bisschen kleiner. Wenig später durfte auch Riccardo seine kleine Schwester kennenlernen. Anfangs betrachtete er das Bündel in der Decke eher skeptisch. Ein Baby schien weder besonders spannend noch beeindruckend zu sein. Doch als Summer die Augen öffnete, ihn mit ihren großen rehbraunen Augen ansah und leise zu quietschen begann, war es um ihn geschehen.
Der Spitzname Sunny ließ nicht lange auf sich warten. Anfangs war es nur ihr Vater, der sie so nannte, doch schon bald übernahm die ganze Familie den liebevollen Namen.
Riccardo ging in seiner Rolle als großer Bruder vollkommen auf. Er wollte sie tragen, ihr Geschichten erzählen und ihr Spielsachen bringen, obwohl sie dafür noch viel zu klein war. Lucia musste ihn mehr als einmal bremsen, wenn ihm wieder eine seiner unzähligen Ideen einfiel, was man mit einem Baby alles unternehmen könnte. Summer hingegen gewöhnte sich erstaunlich schnell an seine Stimme. Hörte sie ihn lachen, wurde sie ruhiger, und wenn er mit ihr sprach, antwortete sie oft mit einem fröhlichen Quietschen. Verließ er den Raum, suchte ihr Blick nicht selten nach ihm. Mit den Jahren wurde aus dieser Geschwisterliebe eine Freundschaft, die von nichts erschüttert werden konnte. Oft saßen die beiden gemeinsam auf dem Holzzaun hinter dem Haus und beobachteten schweigend den Sonnenuntergang. „Du bist wie mein Schatten, Sunny“, hatte Riccardo einmal schmunzelnd gesagt, als sie ihm wieder einmal wortlos überallhin gefolgt war. Summer hatte nur gelächelt und mit den Schultern gezuckt. Sie mochte den Gedanken, sein Schatten zu sein. Die Familie hatte Sizilien bereits vor einigen Jahren verlassen, um sich in den Vereinigten Staaten ein neues Leben aufzubauen. Während Lucia als Spanischlehrerin arbeitete, war Paul als Ausbilder beim Militär tätig. Trotz des Neuanfangs schafften es ihre Eltern stets, ihren Kindern ein Zuhause voller Wärme, Zusammenhalt und Geborgenheit zu schenken. Schon früh zeigte sich, dass Summer die besondere Gabe besaß, Menschen mit ihrer ruhigen Art anzustecken. Fremden begegnete sie zunächst eher zurückhaltend. Doch sobald sie Vertrauen gefasst hatte, kam ihre herzliche und lebensfrohe Seite zum Vorschein. Sie musste nie laut sein, um wahrgenommen zu werden. Stattdessen gehörte sie zu den Menschen, die allein durch ihre Anwesenheit eine angenehme Atmosphäre schufen. Sie war diejenige, die ihrem Vater morgens wortlos eine Tasse Kaffee hinstellte, wenn sie merkte, dass ihm ein schwerer Tag bevorstand, oder ihrer Mutter half, ohne darum gebeten zu werden. Es waren die kleinen Gesten, mit denen sie anderen zeigte, dass sie gesehen wurden.Riccardo blieb dabei stets ihr sicherer Hafen. Natürlich stritten die Geschwister hin und wieder oder neckten sich gegenseitig, doch wenn es darauf ankam, wusste Summer immer, dass ihr großer Bruder hinter ihr stehen würde. Auch als er später seinen Weg bei der Army einschlug und nur noch selten zu Hause war, änderte das nichts an ihrer Verbindung. Manchmal bestanden ihre Gespräche nur aus wenigen Nachrichten, manchmal telefonierten sie stundenlang. Doch jedes Wiedersehen fühlte sich an, als wäre nie Zeit vergangen. Schon als Jugendliche sang Summer für ihr Leben gern. Allerdings nur dann, wenn sie glaubte, allein zu sein. Oft saß sie mit ihrer Gitarre auf der Veranda oder in ihrem Zimmer am geöffneten Fenster und verlor sich vollkommen in der Musik. Hörte sie jedoch Schritte auf dem Flur oder das Knarren einer Tür, verstummte sie augenblicklich. Riccardo erwischte sie mehr als einmal. Doch anstatt sie aufzuziehen oder einen dummen Spruch zu machen, blieb er einfach lächelnd im Türrahmen stehen und hörte ihr zu. Eines Tages legte sie die Gitarre verlegen beiseite und murmelte, sie könne ohnehin nicht besonders gut singen. Riccardo schüttelte nur den Kopf.„Sunny“, sagte er ruhig, „Musik ist nicht dafür da, perfekt zu sein. Sie ist dafür da, gehört zu werden.“ Dieser Satz blieb ihr über Jahre im Gedächtnis. Trotzdem brauchte es noch lange, bis sie den Mut fand, anderen ihre Stimme zu zeigen. Eines Abends stellte sie spontan ihr Handy auf der Veranda auf. Vor ihr versank die Sonne langsam hinter dem Horizont, während sie leise zu singen begann. Eigentlich war das Video nur für sie selbst gedacht.
Als sie die Aufnahme beendet hatte, schwebte ihr Finger einen Moment über dem Papierkorb. Sie wollte das Video schon wieder löschen. Doch dann musste sie unwillkürlich an Riccardos Worte denken. Ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen. Statt auf „Löschen“ drückte sie auf „Veröffentlichen“.Ohne große Erwartungen legte sie ihr Handy beiseite.
Als sie am nächsten Morgen auf den Bildschirm schaute, traute sie ihren Augen kaum. Das Video hatte überraschend viele Menschen erreicht. Unter den Kommentaren fanden sich Nachrichten von Fremden, die schrieben, ihre Stimme wirke beruhigend oder habe ihnen nach einem schweren Tag ein Lächeln geschenkt.Verlegen, aber glücklich, machte Summer weiter. Sie blieb dabei immer sie selbst. Mal saß sie mit ihrer Gitarre auf der Veranda, mal nahm sie in ihrem Zimmer bei warmem Licht kleine Covers auf. Keine perfekt inszenierten Videos, keine aufwendigen Kulissen – nur Summer, ihre Musik und die Freude daran. Mit der Zeit kamen auch kurze Tanzvideos hinzu, in denen sie sich ganz selbstverständlich von der Musik treiben ließ.Parallel dazu fand sie ihren Platz im Bereich Social Media. Ihr Gespür für Menschen, Stimmungen und echte Momente machte sie auch dort erfolgreich. Heute verbindet Summer genau das, was sie schon immer ausgemacht hat: ihre Familie, ihre Liebe zur Musik und ihre Kreativität. Ganz gleich, wohin ihr Weg sie noch führen wird – sie ist das Mädchen geblieben, das leise Räume heller macht und selbst an den dunkelsten Tagen ein kleines Stück Sonne zu den Menschen bringt.