Avatar: Fabien Tietjen
Name: Cyrill Prescott
Alter: 30 Jahre
Beruf: Hacker
Writing Informations[ ] 1.Person⠀⠀[ x ] 3. Person⠀
[ x ] GB⠀⠀[ x ] CHAT⠀⠀[ ] HP ⠀[ x ] NP
Online VerhaltenOnline bin ich jeden Tag, feste Zeiten gibt es aber keine
This is MeJede Familie braucht ein schwarzes Schaf, jemand der nicht ins Bild passt und aus der Reihe tanzt. Genau das ist meine Rolle. Mein Name ist Cyrill Prescott, ja genau mein Urgroßvater hat im Jahre 1902 die Prescott Bancroft Holdings Bank ins Leben gerufen. Ich bin daher in eine sehr bekannte Familie geboren worden, aber ich bin eben nicht nur der jüngste Spross der Familie, sondern eben auch das schwarze Schaf und eben auch der ungeplante Nachzügler. Eigentlich hat schließlich keiner mehr mit mir gerechnet gehabt. Immerhin war die Familienplanung mit 3 Kindern abgeschlossen gewesen, aber siehe da am 6. November 1995 hab ich dann auch noch das Licht der Welt in Kansas erblickt. So viel zum Thema abgeschlossene Familienplanung. Und mit mir hatten sie es wahrlich nicht leicht. Ich hab meine Mutter und meine großen Geschwister ziemlich auf Trab gehalten. Die erste Zeit hab ich geschrien, viel zu viel geschrien. Danach wurde ich neugierig. Nichts war sicher vor mir. Als ich krabbeln und später auch laufen konnte, da hab ich alles erkundet was mir vor die Nase gekommen war. Das war aber auch nur die ersten Jahre so bis ich etwa 3 Jahre war. Danach änderte sich vieles, vor allem in meinem Leben. Während mein großer Bruder Jalen das Aushängeschild wurde, der goldene Sohn der die Bank übernehmen sollte, so entwickelte ich mich selbst in eine komplett andere Richtung.
Tatsächlich war ich als Kind jemand der eher seine Umgebung beobachtet hat. Das konnte man ja auch schon daran erkennen das ich alles erkunden wollte. Und je älter ich eben wurde umso ruhiger wurde ich. Teilweise wirkte es für meine Mom so als wäre ich in einer anderen Welt. Das ich gar nicht richtig dazu gehörte. Möglicherweise war das auch so, aber so richtig konnte das keiner sagen damals. Wisst ihr, jeder wünscht sich ja auch irgendwie dazu zu gehören. Aber ich hatte eben immer das Gefühl gehabt als wenn man mich gezielt ausschließt, obwohl das eigentlich nicht mal so war. Meine Mom hat jedenfalls immer alles versucht. Allerdings kam es auch kurz vor meiner Einschulung zu einem tragischen Zwischenfall. Ich war gerade mal 5 Jahre als mein Vater einen Herzinfarkt bekommen hatte. Tja aber so ist das wenn man der ungeplante Nachzügler ist. Mein Bruder Jalen war ja schon 20 Jahre. Mein Dad hat sich von dem Infarkt nie erholt und ist kurz darauf verstorben. Das hat lange einen Schatten auf unsere Familie gelegt, aber ich hatte kaum eine Bindung zu meinem Vater. Da konnte ich kaum um ihn trauern. Trotzdem hat meine Mom alles versucht das auch meine Einschulung ein schöner Tag wurde. In der Schule selbst bin ich tatsächlich auch aufgefallen, aber nicht negativ wenn ihr das meint. Nein tatsächlich war es eher so das ich meinen Mitschülern weit voraus war. Die Lehrer bemerkten früh das ich sehr intelligent war. Woher das aber kam wusste keiner. Aber so war es. Eigentlich hätte ich wahrscheinlich alles machen können, aber mein Interesse hat sich ganz woanders gezeigt. Ich hatte großes Interesse an Techniksachen gehabt. Jeden Moment, jede freie Minute die ich hatte, die hab ich am PC verbracht.
Zu meinem 13. Geburtstag hab ich auch meinen eigenen Computer geschenkt bekommen. Für mich war das ein Traum, denn das war meine Leidenschaft. Ich liebte alles rund um Technik, Internet und was dazu gehörte. Das Internet wurde sowas wie mein zweites zu Hause. Dort hab ich mich verstanden gefühlt. Es ist leichter über etwas zu reden wenn dich niemand kennt oder sieht. Im Netz kann ich sein wer ich will. Niemand kennt das Gesicht hinter dem Namen. Ich war eben nie wieder andere Kinder in meinem Alter und habe meine Zeit damit verbracht draußen zu spielen. Nein, ich habe meine Zeit damit verbracht am Computer zu sitzen. Auch wenn meine Mom oft versucht hat mich von dort weg zu locken. Geklappt hatte es am Ende eben nie und irgendwann hat sie aufgegeben, es nicht mehr versucht etwas aus mir zu machen das ich nicht war. Ich konnte hier schließlich alles machen. Die Möglichkeiten waren grenzenlos. So bekam ich auch meine ersten Kontakte. Ich landete in verschiedenen Foren wo ich mich mit anderen unterhielt. Dort wurde ich zum Veilbreaker. Ein Name ohne ein Gesicht. Im Internet war ich ein Phantom, etwas das ich im echten Leben auch gerne gewesen wäre. Unsichtbar und nicht gesehen. Ich wurde online Teil einer kleinen Gruppe und bin so ans Hacken gekommen. Zuerst begann das alles klein. Da hab ich gemerkt das es eigentlich gar nicht so schwer ist andere Accounts zu knacken. Mit der Zeit wurde es aber eben immer größer, immer mächtiger und zum Teil auch gefährlicher.
So verging eben die Zeit. Ich wuchs heran und hab die ersten Auffälligkeiten gezeigt die insbesondere meine Mom und auch mein Bruder stutzig machten. Die meiste Zeit hatte ich ja alleine verbracht vor meinem Computer. Im Netz war ich mittlerweile eine große Nummer geworden und nichts war sicher vor mir. Ich konnte alles hacken, auch wenn das aus meiner Familie keiner wusste. Sie würden ja alle einen Schock kriegen wenn sie wissen würden was ich konnte. Ein Prescott der dann in kriminelle Machenschaften verstrickt ist? Das würde wohl keiner so gut finden. Obwohl mir ehrlich gesagt die Meiningen anderer egal waren. Ich würde eh mein eigenes Ding machen. Aber es war ja nicht mal das Hacken das meine Familie so verunsicherte, sondern die Tatsache das ich anfing mit mir selbst Gespräche zu führen. Als würde ich mit imaginären Leuten im Raum reden, Menschen die gar nicht da waren. Ich war ja bereits 17 Jahre als das passierte, also konnte man die Möglichkeit eines imaginären Freundes ausschließen. Das war ja eher etwas von Kindern, aber ich selbst war ja auch fast erwachsen und führte trotzdem diese Gespräche. Es kam in der Zeit auch immer öfter dazu das ich weniger geschlafen hatte. Nicht selten kam es vor das ich mehrere Tage und Nächte am Computer verbrachte. Dabei verlor ich manchmal sogar jedes Zeitgefühl. Durch mein eigenes Verhalten zog ich mich auch komplett zurück. Ich kapselte mich vollständig ab und gab mich meinem eigenen Wahn hin. In meiner eigenen Welt war ich der König. Da würde mir niemand reinreden.
Meine Symptome verschlechterten sich in der nächsten Zeit ziemlich drastisch. Ich schlief kaum noch, war nur noch am Computer und sprach viel öfter mit mir selbst. Manchmal glaubte ich sogar Dinge zu sehen die gar nicht da waren. Meiner Mutter wurde das alles zu viel und sie wollte verstehen was mit mir los war. Das etwas mit mir nicht stimmte lag wohl eindeutig auf der Hand. Also brachte sie mich zum Arzt. Nach vielen Untersuchungen die ich über mich ergehen lassen musste, bekam ich schließlich die Diagnose für mein Verhalten. Ich litt an paranoider Schizophrenie. Regelmäßig hörte ich Stimmen in meinem Kopf die eben meine Selbstgespräche erklärten. Natürlich war das eine ernstzunehmende Krankheit, aber ich würde eh nur von den meisten als Verrückt abgetan. Zumindest war es das was ich glaubte. Die Ursache für meine Krankheit lag in der Familie tatsächlich. Meine Großmutter, die ich nie kennengelernt hatte, war selbst an Schizophrenie erkrankt gewesen und ich hab es von ihr vererbt bekommen. Durch meine Krankheit hab ich allerdings auch keinen wirklich normalen Alltag. Dazu war mir meine Krankheit aber auch im Weg.
Die nächsten Jahre verbrachte ich immer wieder damit das ich in Psychiatrien eingeliefert wurde. Dort sollte meine Krankheit behandelt werden, aber so richtig helfen konnte mir letztlich keiner. Wahrscheinlich war das nur ein Versuch mich los zu werden. Ich war schließlich alles andere als harmlos und meiner Mutter hatte ich regelmäßig Angst gemacht durch meine paranoiden Wahnvorstellungen und meinen Wahnsinn. Obwohl ich nicht immer nur verrückt war, wie ich gerne genannt wurde. Es gab auch klare Momente. Allerdings sollte mich eben niemand unterschätzen. Ich kann durchaus gefährlich werden, denn ich bin alles andere als dumm und kann mit einem Fingerschnipsen deine ganze Welt zerstören, jedenfalls dann wenn ich unterschätzt werde. Aber nun versteht ihr garantiert warum ich das schwarze Schaf in meiner Familie bin. Ich bin nicht nur Schizophren, sondern auch ein brillanter Hacker. Natürlich werde ich inzwischen auch von der Polizei gesucht, aber was soll ich sagen? Ich bin eh nur ein Phantom. Nachweisen kann mir letztlich niemand was. Deshalb mache nie den Fehler mich zu unterschätzen. Ich kenne alle deine Geheimnisse und die Stimmen in meinem Kopf raten mir dich zu zerstören. Sie raten mir manchmal sogar mich selbst zu zerstören.